Prozessoptimierungen beschleunigen die Maschinenfertigung deutlich

UNICOR reduziert Lieferzeiten durch Reorganisation der Wertschöpfung und Produktionssteuerung

UNICOR hat die Wertschöpfungsstruktur am Standort Haßfurt umfassend neu ausgerichtet und die Lieferzeiten signifikant reduziert. Ziel der Maßnahmen war es, Durchlaufzeiten nachhaltig zu verkürzen und die Skalierbarkeit der Produktion zu verbessern. Damit reagiert das Unternehmen auf steigende Anforderungen an Lieferperformance, Planbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Maschinenbauumfeld.

Ganzheitliche Neugestaltung der Prozesslandschaft

Kern der Transformation ist eine ganzheitliche Neugestaltung der Prozesslandschaft. Dabei wurden Produktionslogik, Materialflüsse und Planungsmechanismen systematisch analysiert und neu strukturiert. Die Anpassungen erfolgten im Zuge des neuen Standortaufbaus und greifen organisatorisch wie infrastrukturell ineinander.

Neuordnung der Montage- und Fertigungsprozesse

Ein wesentlicher Hebel zur Optimierung war die systematische Neuordnung der Montage- und Fertigungsprozesse auf Basis der Lean-Production-Prinzipien. Während Projekte zuvor in einzelnen Bereichen parallel gestartet wurden, erfolgt die Auftragsabwicklung heute deutlich stärker sequenziert. Ressourcen werden taktgenau disponiert, Engpässe aktiv gemanagt und Prozessschritte klar voneinander abgegrenzt. Diese strukturierte Sequenzierung erhöht die Prozessstabilität, reduziert Umlaufbestände und verbessert die Transparenz über den Projektfortschritt. Zielgröße ist ein gleichmäßiger Material- und Informationsfluss über alle Fertigungsstufen hinweg.

Restrukturierte Intralogistik und optimierte Materialflüsse

Parallel dazu wurde die Intralogistik grundlegend überarbeitet. Materialbewegungen zwischen Lager und Fertigungsstationen wurden neu geplant und räumlich optimiert. Auf Basis einer Referenzbetrachtung konnten die internen Transportwege um rund 70 Prozent reduziert werden. Ergänzt wird die neue Logistikstruktur durch digital unterstützte Lagerlifte, die Kommissionierpositionen automatisiert in definierter Reihenfolge bereitstellen. Der Materialzugriff erfolgt systemgeführt, wodurch Suchzeiten reduziert und Fehlerquoten minimiert werden. Das Ergebnis ist eine signifikant höhere Materialverfügbarkeit bei gleichzeitig sinkender Prozesskomplexität.

Granularere Produktionsplanung und höhere Transparenz

Auch die Produktionssteuerung wurde neu aufgesetzt. Statt einer überwiegend wochenbasierten Planung erfolgt die Disposition nun auf deutlich granularerer Ebene bis hin zur tagesgenauen Strukturierung einzelner Arbeitspakete. Diese höhere Auflösung ermöglicht eine dynamische Anpassung bei Abweichungen, etwa bei technischen Störungen oder personellen Engpässen. Durch die verbesserte Transparenz steigt die Prognosefähigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Planabweichungen werden früher identifiziert und können gezielt korrigiert werden.

Mit der neu ausgerichteten Wertschöpfungsarchitektur schafft UNICOR die Grundlage für eine dauerhaft höhere Lieferperformance und erhöhte Planungssicherheit im internationalen Projektgeschäft.